Gaspreisentwicklung

Die Energiepreise befinden sich bereits auf Rekordniveau und angesichts des rasant ansteigenden Ölpreises ist auch in nächster Zeit mit Gaserhöhungen zu rechnen. Denn seit in den sechziger Jahren die Ölpreisbindung beschlossen wurde, steigt der Gaspreis mit dem Ölpreis.

Wonach richtet sich der Gaspreis?

Der Erdgaspreis richtet sich nach dem Ölpreis – das liegt an der Ölpreisbindung.
Diese wurde in den 60ern zur Investitionssicherung und zur Erdgasförderung eingeführt und sollte außerdem verhindern, dass Gas als billiger Konkurrent zum Öl in Erscheinung tritt.  Aus heutiger Perspektive ist die Ölpreisbindung allerdings schon lange nicht mehr zeitgemäß. Verbraucherschützer beobachten die Gaspreisentwicklung mit Argwohn und raten gegen willkürliche Erhöhungen der Gaspreise vor Gericht zu klagen. Hinzu kommt, dass in Zeiten sinkender Ölpreise die Gasanbieter gerade einmal sehr bescheiden gesenkt werden.

Abschaffung der Ölpreisbindung?

Mehrfach haben Politiker die Abschaffung der Kopplung vom Gas an den Ölpreis gefordert, doch bisher wurde noch keine Entscheidung von Seiten der Politik gefällt. Außerdem ist fraglich, ob sich durch eine Entkopplung tatsächlich der Gaspreis wieder senken ließe. Einige Energieexperten haben hier bereits ihre Zweifel geäußert.

Wie wird sich der Gaspreis in der Zukunft entwickeln?

Die Aussichten für Gaskunden sehen nicht rosig aus: Die bisherigen Preisanstiege von bis zu 25 Prozent stellen nach Einschätzungen von Experten erst den Anfang dar. Bis zum Herbst sei mit Erhöhungen von bis zu 40 Prozent zu rechnen.

Auf der anderen Seite gibt es auch Energieexperten, die sich solchen Horror-Szenarien und Schock-Prognosen nicht anschließen. Wirtschaftsforscher behaupten ebenfalls, dass vermutlich nicht mit Gaspreiserhöhungen über 20 Prozent zu rechnen ist und deutsche Verbraucher derzeit vom Wertverfall des Dollars profitieren könnten - denn der Gaspreis wird wie der Ölpreis in Dollar abgerechnet.